Reisekrankheiten beim Hund – Schutz im Ausland
Sicher mit dem Hund ins Ausland: Welche Krankheiten drohen, welche Prävention nötig ist und was vor der Einreise beachtet werden sollte.
Reisen mit dem Hund ins Ausland bringt eine Reihe von gesundheitlichen Herausforderungen mit sich, da der Hund dort potenziellen Infektionsrisiken ausgesetzt ist, die in den heimischen Regionen weniger verbreitet sind. Insbesondere in südlicheren Ländern können gefährliche Erkrankungen wie Leishmaniose, Ehrlichiose, Babesiose oder Herzwurmkrankheit (Dirofilariose) auftreten. Diese Krankheiten werden häufig von Parasiten wie Mücken, Sandfliegen und Zecken übertragen und können schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden.
Leishmaniose wird durch den Stich der Sandfliege übertragen und kann das Immunsystem des Hundes stark beeinträchtigen, was zu Hautveränderungen, Fieber und Organproblemen führen kann. Ehrlichiose, übertragen durch Zecken, betrifft das Blut und kann zu Fieber, Lymphknotenschwellung und sogar Organschäden führen. Babesiose ist ebenfalls eine durch Zecken übertragene Krankheit, bei der die roten Blutkörperchen zerstört werden, was zu Anämie und in schweren Fällen zu Kreislaufversagen führen kann. Die Herzwurmkrankheit, übertragen durch Mücken, führt zu schweren Schädigungen des Herz- und Lungenkreislaufsystems.
Um diese Erkrankungen zu verhindern, ist eine gezielte Parasitenprophylaxe vor und während der Reise unerlässlich. Abhängig vom Reiseziel sollte der Hund mit speziellen repellierenden Präparaten geschützt werden, die vor Zecken, Sandfliegen und Mücken abwehren.
In einigen Ländern sind auch Impfungen gegen bestimmte Krankheiten erforderlich, und es ist ratsam, diese rechtzeitig mit dem Tierarzt zu besprechen. Eine serologische Untersuchung des Hundes vor und nach der Reise kann helfen, festzustellen, ob der Hund mit einem Erreger in Kontakt gekommen ist, der später zu Problemen führen könnte.
Neben der gesundheitlichen Vorsorge ist es wichtig, die spezifischen Einreisebestimmungen des Ziellandes zu überprüfen. Viele Länder verlangen einen EU-Heimtierausweis, der die korrekten Impfungen, insbesondere gegen Tollwut, dokumentiert, sowie einen Mikrochip, um das Tier eindeutig zu identifizieren. Diese Anforderungen sollten frühzeitig vor Reisebeginn geklärt werden, da die Einreisebestimmungen in verschiedenen Ländern variieren können.
Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zu einem sicheren und angenehmen Urlaub mit dem Hund. Eine reisemedizinische Beratung in der Tierarztpraxis hilft, den Hund optimal auf die Reise vorzubereiten, indem alle notwendigen Impfungen und Präventionsmaßnahmen besprochen werden. So steht einem gesunden und sorgenfreien Urlaub mit dem Vierbeiner nichts im Weg.



Das Reisen mit dem Hund ins Ausland erfordert Vorsorge: Parasiten, Impfungen und Einreisebestimmungen sollten frühzeitig geprüft werden, um Krankheiten wie Leishmaniose oder Herzwurm zu vermeiden. So wird der Urlaub für Hund und Halter sicher und sorgenfrei.
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